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Informationen über die Steuerreform 2015/2016

Die nach Aussagen der Politik größte Steuerreform der zweiten Republik ist in zahlreichen Gesetzen

niedergeschrieben. Auch haben die Interessensvertretungen und sonstige Personen die sich dazu berufen gefühlt

haben bereits viel dazu veröffentlicht. Dies soll nur eine Checkliste sein, damit nichts vergessen wird.

Folgende Themenbereiche (Auszugsweise) und Informationen dazu:

Einkommensteuer (und Lohnsteuer) Begünstigungen: Tarifsenkungen sowie
Erhöhung von 
Absetzbeträgen und umfassendere Rückerstattung von Negativsteuern 
(Gutschriften für Einkommen ohne Steuerbelastung) – hier ist nichts extra zu tun,
die Begünstigungen treffen uns 
automatisch bzw. müssen wir sie in den Steuererklärungen 2016
(irgendwann 2017) beantragen.

Einkommensteuer Verschlechterungen: Topfsonderausgaben (Versicherungen, Wohnraumschaffung)
fallen ab 2016 einschleifend und bis 2020 zur Gänze weg. Auch andere Begünstigungen bzw.
Absetzbeträge fallen weg.

Erhöhung des PKW Sachbezugswertes bei privater Nutzung (Koppelung an den CO2 Wert des Fahrzeuges)
Weitere Begünstigungen, aber auch Verschlechterungen in der Lohnauszahlung bzw. Lohnabrechnung
2016 (z.B. Erhöhung Mitarbeiterkapitalbeteiligung und Befreiung Mitarbeiterrabatte), aber auch
Wegfall gewisser Begünstigungen: mehr Information dazu von unserer Lohnverrechnung

· Kein Sachbezugswert und Vorsteuerabzug (begrenzt) bei reinen Elektroautos (nicht Hybridfahrzeuge)
· Gewerbliche Sozialversicherung: Senkung des Mindestbeitrags auf ASVG Niveau
· Erhöhung der Kapitalertragsteuer von 25% auf 27,50% (außer bei Sparguthaben)
· Erhöhung der Immobilienertragsteuer von 25% auf 30% und Wegfall des Inflationsabschlags
· Verlustausgleich bei Grundstücksverkäufen mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung
· Verschlechterungen bei Gebäudeabschreibungen (längere Abschreibungszeiten und höherer Anteil von Grund und Boden)
· Einführung des Umsatzsteuersatzes von 13%; gilt insbesondere für Beherbergung und Eintrittskarten
· Grunderwerbsteuer: der dreifache Einheitswert als Bemessungsgrundlage bei nahen Angehörigen fällt weg.
· Einschränkung des Bankgeheimnisses bereits ab 01.03.2015 (!), Einführung eines Kontoregisters;
  Die 
im Kontoregister eingetragenen Konten einer Person sollen künftig -
  für diese - im Login Bereich von 
Finanzonline ersichtlich sein.
· Einlagenrückzahlungen gem. § 4 EStG aus Körperschaften: ist weitgehend unverändert geblieben,
  die 
geplanten Änderungen sind somit gefallen („Ausschüttungstheorie“)
· Bekämpfung von Sozialbetrug und da wieder insbesondere in der Baubranche wird großgeschrieben!
  Barauszahlungsverbot etc. Die verschiedenen Behörden sind angehalten, zusammenzuarbeiten.
· Kapitalistische Mitunternehmer: insbesondere atypisch stille Gesellschafter und Kommanditisten 
  müssen ihre regelmäßige Mitwirkung im Unternehmen nachweisen, sonst werden Verluste nur bis zur
  Einlage anerkannt und der Rest geht auf die gute alte „Wartetaste“.
· Verlustvortrag auch für Einnahmen- Ausgabenrechner: ab 2013 ist nun unbeschränkter Verlustvortrag
  (bisher nur die letzten drei Jahre) möglich.
· Barbewegungs-, Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht
  siehe extra Informationsblatt
Fazit daraus:
  Immobiliengeschäfte bzw. Immobilienschenkungen unter nahen Angehörigen

  (die man 
ohnehin in absehbarer Zeit machen wollte) sollten unbedingt noch heuer gemacht werden.
  Die restlichen 
Begünstigungen bzw. Verschlechterungen treffen uns ohnehin erst 2016 bzw. 2017.